[linux-l] Update Suse8.1 und 8.2 auf Suse 9.0

Steffen Dettmer steffen at dett.de
Mi Okt 22 13:32:14 CEST 2003


* Thomas Knop wrote on Tue, Oct 21, 2003 at 00:06 +0200:
> * Heinz W. Pahlke <h.pahlke at gmx.de> [19.10.03 22:15]:
> > Auch wenn ich mich wiederhole, mein Linux-Rechner ist seit der Suse 5.0
> > nicht mehr neu installiert, sondern immer nur geupdated worden. 
> > 
> > Natuerlich sind Nacharbeiten noetig und kann das manchmal auch etwas
> > nervig werden. Aber dafuer lernt man sein System auch viel besser
> > kennen, wenn man nicht nur irgendwo draufklickt, sondern sich mal die
> > Inhalte von Konfigurationsdateien ansieht.
> Entschuldigung, aber was ist denn das für ein Blödsinn?

Blödsinn?

> Wenn du dein System kennen lerenen willst, dann doch bitte
> schön von einer *sauberen* Basis aus und nicht von
> irgendwelchen verkorksten Updates.
> 
> Installire dir eine debian und wenn du die so laufen hast, dass
> du rundum glücklich bist, dann hast du dein (debian) System
> kennen gelernt.

Debian's großer Vorteil ist IMHO genau, daß man sehr effizient
updaten kann. Debian basiert nicht nur auf CDs, sondern auch auf
Package-Ablagen auf FTP Servern etc., so daß man sehr einfach
sein System updaten kann. Auf den neuesten Stand. Also sich sehr
gut "irgendwelche verkorksten Updates" ausführen kann.

> Bau dir mal dein eingenes Linux (z.B. nach linuxfromscrtch.org)
> und bringe das soweit, dass du rundum glücklich bist, dann hast
> die *dein* System kennen gelernt.

Ja, dann hat man sein "verkorkste Update" auch kennengelernt.

Wer bitte hat heute noch Zeit, ein linux from scratch zu bauen?
Hab das mal gemacht, hat zwei Wochen und 5 GB Platz gebraucht, um
dann schlechter als jede Quick-and-dirty SuSE zu sein. Hatte ich
hier ne configure Option ungünstig, da was sinnvolles nicht
installiert etc. pp., dann sind die Defaults der Packages oft
suboptimal. Muß man sich nicht antun, finde ich...

> Dann wirst du merken, dass Distributoren wie SuSE dich
> verarschen, weil sie immer nur den neuesten Click-Bunt Müll
> herstellen (yast2). 

Mach es doch erstmal besser. Schon mal ein nicht-triviales RPM
oder .deb gebaut? Mit Abhängigkeiten und Updatemöglichkeit, in
der "just install and it will work"-Qualität? Das ist einfach
verdammt kompliziert. Der normale Mensch braucht ein Setup-Tool,
weil er nicht alle Konfigfiles kennt (und ein zentrales
Konfigfile a la rc.config ja auch wieder nicht gewünscht wird).
Installier mal ein KDE per Hand und vergleich den Arbeitsaufwand
mit einer Yastinstallation und anschließendem Feintuning.

> Und dass du nichts anderes gelernst hast als die Fehler, die
> sie dir verkaufen, zu reparieren (schrottige
> Konfigurationsdateien nach Updates).

Ist mir noch nicht passiert, was soll hier schrottig sein?

> (SuSE's Support für Distributionen ist schlechter als der von
> MS Betriebssystemen; Scheisse aber wahr).

Ja, mag an den Kosten liegen. Du kannst Dir aber langlebige
Produkte kaufen. Ein PostgreSQL auf dieser SuSE-Datenbank ist
auch nicht teurer als ein Win2000 mit MSSQL 2000. Zwei Jahre
support, die nix kosten, BTW, sind nicht schlecht. Dabei muß man
bedenken, daß SuSE ein Hersteller, sondern ein Distributor ist,
und oft Updates länger anbietet, als die Hersteller der Pakete
selbst, also selbst backporten muß! Das ist einfach *teuer*, weil
viel Arbeit. Debian bietet ja auch einfach nur "neue" Packete an,
genau wie SuSE. Seh hier den Unterschied nicht.

oki,

Steffen

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Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt,
es trägt daher weder Unterschrift noch Siegel.




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