[linux-l] Bundestrojaner - jetzt frisch aus China

Norm@nSteinBach norm at nsteinbach.de
Mo Aug 27 02:51:09 CEST 2007


Peter Ross wrote:
> Hi all,
> http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,502076,00.html
> Nicht das mich das ueberraschen wuerde..
Warum? Weil es aus China kommt? Oder weil es Regierungsrechner sind?

> Darf man IT-Experten eigentlich wegen fahrlaessiger Preisgabe von 
> Informationen belangen? Das wuerde Windows an solchen Stellen sofort den 
> Garaus machen;-)
Wo siehst Du da die Schuld bei Windows? Ich bin weißgott kein Freund 
dieses Betrübssystem-Zustandes, aber welchen Vorwurf kann man M$ dabei 
machen, außer dass ihre Software so weit verbreitet ist, dass sich die 
"bösen"[tm] eher darauf konzentrieren, in diese Systeme einzudringen, 
als in Unix-Systeme? Oder: Ist es wirklich so viel leichter (eine 
vernünftige Einrichtung/Administration und ausreichend Anwenderwissen um 
fahrlässige Anwendungshandlungen wie das Öffnen von E-Mail-Anhängen zu 
verhindern vorausgesetzt), in ein Windows-System einzudringen, als in 
einen Unix-Rechner? Glaube ich ehrlich gesagt nicht.
Würde M$ per default ein "Regierungs-Backdoor" in ihre Systeme einbauen, 
zu welchem nur die Regierungsbehörden Zugriff haben (aber eben die aller 
Staaten, nicht nur eines einzigen oder nur die NSA oder sowas), dann 
wäre es deren Schuld. Aber dann würde auch keine Regierungsbehörde diese 
Systeme einsetzen, weil sie ja davon wüssten...

> Ach ja, die Virenscanner kommen ja auch aus Putins Reich oder dem Reich 
> der Mitte, das macht's natuerlich sicher..
Diesen "Schutzsoftware-Anbietern" (Virenscanner & Co.) kann man 
höchstens zum Vorwurf mache, dass sie ja von dem ständigen Krieg 
zwischen den "bösen"[tm] und den "guten"[tm] ja leben, also eigentlich 
kein wirkliches Interesse daran haben können, etwas an diesem Status Quo 
ernsthaft und vor allem nachhaltig zu verändern (dann wären sie ganz 
schnell ihre Kunden los)...


Viele Grüße,


Norm at n



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