[linux-l] Ungeschützte Mailadressen freier Entwickler (was: GPLv3 erschienen)

Steffen Dettmer steffen at dett.de
Sa Jul 7 16:35:03 CEST 2007


* Volker Grabsch wrote on Thu, Jul 05, 2007 at 23:03 +0200:
> On Sun, Jul 01, 2007 at 04:45:37PM +0200, Steffen Dettmer wrote:
> > Ich glaube, dass hängt sehr viel mit Freiheit zusammen. Das Problem
> > ist doch, dass man nur schlecht eine Grenze ziehen kann. Logisch
> > geht es schlicht um Massenmails, klar, aber wie will man das wem
> > nachweisen und so weiter?
> 
> Nein, das geht IMHO an der Sache vorbei.
 [...] 
Du siehst das ja genauso wie ich, warum fängst Du mit "Nein" an?!

na egal.

> Ein damit stark verwandter Mechanismus ist der Auth-Mechanimus bei
> den Instant-Messangern, d.h. dass man nur Leute anschreiben kann, die
> einem vorherigen "Kontaktgesuch" zugestimmt haben. Gibt es da eine
> sinnvolle Übertragung auf das Mail-System? Oder würde das gegen Spam
> auch nichts helfen, und die IMs haben einfach Glück, nicht ganz so
> weit verbreitet wie E-Mail zu sein?

Man kann i.d.R. alle anschreiben. Man sieht nur nicht, ob sie online
sind, oder?

> > und zweitens funktioniert Spam. Würden einfach /alle/ die Spammer
> > und verwandten "boykottieren",
> 
> Jaja, der Mythos vom mündigen Konsumenten. Genauso müsste man alle
> Einkaufläden meiden, deren Gewinne an rechtsextreme Gruppe, Scientology
> u.ä. gehen, genauso wie man keine Software von Quasi-Monopolisten nutzen
> sollte, ausschließlich energiesparsame Waschmaschinen kaufen, u.s.w.
> Das reiht sich da wunderbar mit ein.

ja eben, und dass kann man ja auch nicht verbieten. Und warum auch,
anscheidend gibt es ja Leute, die das so wollen. Ich z.B. lese die
Amazon-Mails manchmal kurz. Gut, die kriege ich freiwillig, aber das
kann ein Mailserver ja nicht wissen.

> > Das gilt fast genauso für Briefkastenwerbung.
> 
> Was Spam in dieser Hinsicht besonders macht, ist dass es auch mit
> extrem geringen Rücklaufraten noch funktioniert. Daher konnte dieses
> Phänomen im Gegensatz zur Briefpost besonders stark eskalieren.

Ja, mit anderen Worten: Mail ist zu billig :)

> > > Kann ich gut verstehen.
> > 
> > Ich nicht! rpmseek kann doch nichts dafür! Ein Spammer kann die
> > Addressen nutzen (kann er so auch, wenn er die RPMs zieht, denkbar, oder
> > DENIC abfragt oder oder oder. Nichtmal wegschmeiss-Adressen helfen
> > wirklich). 
> 
> Die Argumentation zieht im normalen Datenschutz nicht. Das Zurverfügung-
> stellen von persönlichen Daten ist ebenfalls ne kritische Sache.
> 
> Jeder sollte die Kontrolle darüber haben, in welchem Rahmen seine
> persönlichen Daten veröffentlich werden. Ein Beispiel: Nur, weil mein
> Name, Geburtsdatum, Postadresse und Mailadresse in der Abizeitung
> stehen, will ich die nicht auf der Schul-Homepage sehen!

Wenn eine Kunstaustellung ein Foto von einem Kunstwerk von Dir zeigt,
müssen sie doch den Namen mit ranschreiben (Urheberrecht, Recht auf
Nennung des Urhebers oder wowas war da, weiss nicht genau); dann ist
doch logisch, dass rpmseek die Urheber auch nennt. Ich fand es immer
blöd, wenn ich Texte von mir in irgendwelchen Wikis gefunden hab, wo
mein Name nicht mehr dran stand, weil ich finde, dass gehört sich so und
muss nach LGPL etc ja auch so sein.

> Und es ist nunmal ein Unterschied, ob meine Mailadresse unter ein paar
> hundert Kilobytes komprimierter Daten liegt, oder ob sie für gut
> erreichbar in 20 Bytes Plaintext erreichbar ist, von allen Suchmaschinen
> sauber indexiert. Es ist ein Unterschied, ob die Spamer alle Sourcecode-
> Pakete erstmal runterladen und entpacken müssen, oder ob ihnen die Info
> schon vorgekaut werden, durch das Zusammenspiel RPMseek+Suchmaschinen.

ich weiss nicht... wenn Du die explizit veröffentlichst, also z.B. also
Opensource-Kontribution, kann man sich doch nicht beschweren, dass sie
öffentlich ist?

oki,

Steffen

-- 
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt,
es trägt daher weder Unterschrift noch Siegel.




Mehr Informationen über die Mailingliste linux-l