[linux-l] Systemlautsprecher

Volker Grabsch vog at notjusthosting.com
Sa Jul 31 01:27:21 CEST 2010


olafBuddenhagen at gmx.net <olafBuddenhagen at gmx.net> schrieb:
> On Thu, Jul 15, 2010 at 07:49:25PM +0200, Sebastian Uhlemann wrote:
> 
> > Nun meine Frage kann ich irgendwie ein Audiofile über den
> > Systemlautsprecher abspielen wenn alle Dienste oben sind ?
> 
> Nicht wirklich... Der PC-Speaker kann im Prinzip keine Wave-Files (also
> PCM-Audio) wiedergeben -- er kann lediglich einfache Töne einer
> gewünschten Frequenz (bei immer gleicher Wellenform) erzeugen. Wie schon
> gesagt wurde dient dafür das Program "beep".
> 
> Mit etwas Hexerei kann man zwar trotzdem PCM ausgeben

Es gibt so einige Tutorials dafür. :-)

Die Grundidee ist die, dass man sehr oft pro Sekunde die Frequenz
wechselt.

Das Ergebnis ist nicht vergleichbar mit Soundkarte & Lautsprecherboxen,
aber dennoch erstaunlich gut. Sehr auffällig ist übrigens, dass es
dabei immer einen leisen, sehr hohen "Fiep-Ton" im Hintergrund gibt.
Das ist wahrscheinlich einfach die Grundfrequenz, in der man den
Speaker mit neuen Werten füttert.

Ich weiß gar nicht, ob man softwareseitig etwas dagegen tun konnte,
zumindest hat das damals kein Programm geschafft.

> (für Windows gab
> es zum Beispiel mal solche Treiber; und ich habe seinerzeit spaßeshalber
> sogar selbst mal einen gebastelt...) -- allerdings nur sehr leise, und
> mit äußerst bescheidener Qualität.

Ich habe damals zu DOS-Zeiten ein kleines Programm geschrieben,
das 8-Bit-Mono-Wav-Dateien am PC-Speaker ausgeben konnte.

Das alte DOS-Golfspiel "Links" hat seinen Startsound am Speaker
ausgegeben, wenn keine Soundkarte gefunden wurde. Sowas ist sehr
beeindruckend, wenn plötzlich richtige Musik aus einer Kiste kommt,
die mangels Soundkarte eigentlich nur nervig herumpiepsen konnte.

Den Treiber für Windows 3.x kenne ich auch noch. Wenn man eine
nicht allzu schnelle CPU hatte, ist während der Sound-Ausgabe
dann immer der Rechner "eingefroren". Unmittelbar danach konnte
man aber gleich weiterarbeiten.

Ja, das ist für die Verhältnisse der alten Rechner ganz schön
CPU-intensiv gewesen. (... und Windows 3.x konnte nur kooperatives
Multitasking.)

Eine nicht ganz so ausgereifte, aber dennoch ganz nette Technik
war im dem DOS-Autorennspiel "Lotus" zu sehen. Dort wurden zwar
wieder nur einzelne Töne in einer Melodie gebeept. Aber es
wurden mehrere Instrumente, also mehrere Melodien, "gleichzeitig"
abgespielt. Das hat auch schon ein bisschen was hergemacht.


Gruß
Volker

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Volker Grabsch
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